ingoleib@yahoo.de
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"Hallo,
es ist eigentlich ganz egal ob jemand ein Tourette Syndrom hat oder auch nicht, es ist nichts ausergewöhnliches, geschweige denn etwas unmenschliches, wovor sich niemand zu verstecken braucht. Denn wenn jemand sagt Menschen mit einem Tourette Syndrom seien nicht "normal", die würde ich dann gerne mal Fragen, was sie denn unter "normal" verstehen. Nichts ist "normal", denn jeder Mensch ist einzigartig.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Peligra"

Schön geschrieben, Michael...
nichts ist normal, denn jeder ist einzigartig...
schöne Worte, denn in der Praxis ist es doch vielmehr so, dass der Begriff "normal" sehr wohl angesetzt wird bei Menschen die sich anders verhalten als andere Menschen.
Ich als seit 1997 bekennender Masochist, geriet immer wieder an Menschen die mir auch so schöne Worte sagten, aber als es dann um die Realität ging, da war ich plötzlich der perverse, kranke, abartige nicht-Mann - weil mich meine Kindheit zu dem machte der ich wurde.
Da gibt es keinerlei Verständnis von der Umwelt, nur Getuschel hinter dem Rücken des Betroffenen.
Es interessiert niemanden das ich mit 11 Jahren schon 2-faches Scheidungskind war,
2- faches Nationalitäten Scheidungskind, sexuell missbraucht von einem Nachhilfelehrer, während sich meine Erzeugerin von ihrem dritten Ehemann auf dem Wohnzimmerboden durchpoppen ließ, interessiert niemanden das ich dann ein halbes Jahrzehnt lang von dem dritten Mann der Erzeugerin psychisch misshandelt und sogar physisch misshandelt wurde.
Da hat niemand verständnis für mich - nein, ich das Opfer werde stets zum Täter stilisiert, und das ist nicht fair!
Menschlich schon gar nicht.
Und dann Vertrauen zu finden mit seiner Partnerin darüber zu sprechen ist nicht so einfach weil man sogar noch die schützt die einem das alles angetan haben - die Erzeugerin und der dritte Stiefvater - denn ob mein leiblicher Erzeuger tatsächlich mein Vater ist, steht bis heute auch nicht fest.
Aber trotz dem was man als Opfer alles mitmacht, es gibt kein Verständnis und schon gar kein Mitgefühl oder sonst etwas - nur Verachtung.
Sogar von Menschen mit denen man mehr als nur sehr nah zusammen war.
DAS Michael, ist die Realität.
Viele Grüße,
Ingo Leib